Meinungsdiversitäten in der Coronazeit

Gestern teilte ich in meinem privaten Profil und bei Whatsapp zwei kritische Videos (die entsprechenden Links werde ich der Vollständigkeit halber hier an den Schluss setzen).

Auf solche Videos erhält man heutzutage gern mal seltsame Reaktionen und landet prompt in der pauschalen Verschwörungsecke..

Manche Menschen verbreiten leider tatsächlich unreflektierten Blödsinn und treiben damit sinnfreie Panikmache voran.

Gerade im Beratungssektor frage ich mich insbesondere bei einigen Therapeuten und Coachs häufig, ob sie ihre Reflektionshausaufgaben je durchlaufen haben (meine Arbeitshaltung hierzu drücke ich in der Mentalen Systemik transparent aus).

Aber ich bemerke auch die „andere Seite“.
Menschen, die von haus aus alles abwehren oder gar als blödsinnig und unreflektiert behandeln, ohne sich die Mühe gemacht zu haben, Inhalte zu Ende zu hören und damit ihre ursprünglich bewertete Schublade gfs. zu korrigieren.

Ich nehme mir und insbesondere weil ich Lehrkraft und Coach bin, heraus, auf meine innere Stimme zu hören, eine eigene Meinung zu haben und zu vertreten.
Selbstverständlich ohne diese meinen Schülern und Kunden überzustülpen, denen ich lediglich dabei helfe, ihre eigene Wahrheit zu leben.

Es ist schlimm, was aktuell passiert und mit keinem Wort schön zu reden.
Aber deshalb werde ich mir mein Hirn nicht einfrieren lassen und ebenso wie ich es seit jeher tat, aktuelle Sachverhalte zum Hinterfragen in den Raum stellen.

Niemand muss deshalb meine Ansicht übernehmen.

Ich war beim ersten der gestrig geteilten Videos auch skeptisch. Bei den ersten Worten und mittendrin gab es einige Sätze, die ich trotzdem mit freiem Denken ablehnte (weil mir deren Auswirkungen nicht gefallen würden).

Doch ich habe mir trotzdem die Mühe gemacht, meine Meinung erst zu bilden NACH dem ich die Inhalte bis ganz zum Schluss gehört habe. Und dabei musste ich feststellen, dass dort genau die Dinge genannt wurden, die ich von Anfang an im Gefühl hatte.

Das zweite Video erwischte ich dann darauf zufällig im selben Kanal und fands einfach absolut genial. Ich halte es für die jounalistische Königsklasse.
Aber das ist MEINE Meinung.

Und noch etwas:
Wenn die Menschen lustige Inhalte darüber teilen, dann ist das ihre Art der Stressverarbeitung. Ich möchte alle Kollegen einladen noch einmal für sich selbst zu hinterfragen, ob sie es als ihren ethischen Auftrag verstehen, dieses wichtige Stressventil mit Frontalangriffen, Bloßstellungen und Fachautorität außer Kraft zu setzen.

Wir befinden uns alle samt in einer absoluten Ausnahmesituation.

Immer häufiger wird von der neuen Chance gesprochen (Matthias Horx lesen! Siehe auch vorheriger Blogartikel „Coaching in der Coronazeit„). Dazu gehört es meines Erachtens auch, andere Meinungen respektvoll zu betrachten und persönlich unangenehme Verhaltensweisen unter der Filterbrille des „Was wäre denn wenn ich etwas daraus lernen könnte?„, zu betrachten.

Mein Leitspruch:
Voneinander lernen – miteinander begreifen!

Bleibt offen, kritisch ohne Eure Zuversicht zu verlieren und vor allem eines: gesund! In Körper, Herz und Seele 💖.

Tanja Falge
Coach, Trainerin und Mentorin für Herzen und Unternehmen an der Wand

Video 1: ein Gespräch über den weltweiten Stand unseres Finanzsystems

Video 2: kritischer Spiegel unserer verbreiteten Obrigkeitshörigkeit. Rein rhetorisch und satirisch absolut sehenswert.

Und hier noch ein unsere Moral und Herz auf besondere Weise herausfordernder Artikel von n-tv „Kohle verdienen oder zu Asche werden„.

PS: Natürlich kannst Du diese Beiträge als absoluten Blödsinn einordnen. Ich hoffe sehr, dass Du Recht hast 🤗😘!

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Tanja ist die Gründerin von Seele auf Kurs. Sie erlebte viele Jahre lang die Hürden der Selbständigkeit und Deutschen Bürokratie (hohe Steuernachzahlungen wegen Liebhaberei, Arbeitsplatzablehnungen aufgrund starrer Titelvorgaben vermeintlich sozialer Träger und unüberwindbare Vorurteile in den Herzen der Menschen gegenüber Nichtstudierten und überhaupt anders Denkenden). Mit den Jahren erkannte sie, dass zwei füreinander geschaffene Menschengruppen aneinander vorbei liefen: 1. zahlreiche gut ausgebildete Coaches, die ebenso mit den Herausforderungen ihrer Existenz zu kämpfen hatten und 2. unzählige Menschen mit dem dringenden Bedarf nach Hilfe ohne den dazu erforderlichen Mitteln. Während die offiziellen Gesundheitskanäle an Überlastung schier platzten, schien man entwicklungsfreudige Menschen dennoch lieber sich selbst zu überlassen, anstatt die akademischen Tore für alternative menschliche Lebenshelfer zu öffnen. Immer wieder rätselte sie darüber, wie man diese beiden Seiten zueinander führen und ihnen helfen könne. Sie entwickelte und verwarf Ideen, produzierte Flyer, sammelte Reaktionen und folgte diversen Achterbahnen ihres eigenen Lebens. Im Jahre '22 las Tanja bei Wikipedia die Definition der High Potentials, die dort unverblümt als akademisch beschrieben wurden. Ihr fiel wie Schuppen von den Augen, dass diese Bezeichnung nicht den evolutionär gut verteilten Fähigkeiten aller Menschen entsprang, sondern einer rein elitären Bewertung. "Demnach sind wir also die Low Potentials oder wie?!" In diesem Moment wurde ihr endgültig klar, dass sie angetreten war, an diesem System zu kratzen.

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