Coachnetzwerk

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Liebe Kollegen,

sowohl in der Sozialen Arbeit als auch in der Coachingarbeit stellte ich über die Jahre immer wieder sprachlos fest, dass die wunderbar selbstverständliche Toleranz und Verständnisweite gegenüber Teilnehmern, Kunden und Klienten an einem Punkt endet. Und zwar vor der eigenen Haustür.

Manche Coachs und selbst Therapeuten sind so beschäftigt damit, mit ihrem Zeigefinger auf andere zu deuten, dass sie die Reflektion bei und mit sich selbst übersehen. Dies äußert sich entweder in überzogener Perfektionsdarstellung jenseits menschlicher Möglichkeiten oder übelster Wettbewerbsverzerrung. Diese Wenigen schaden leider den meiner Meinung nach weitaus weiter vertretenen professionell arbeitenden Kollegen und insgesamt dem Ruf der Branche.

Aus diesem Grund schuf ich im Laufe der Jahre die Werte der Mentalen Systemik. Diese sollen nicht nur meine eigene Arbeitsauffassung transparent kommunizieren, sondern ebenso jenen Kollegen nutzbar sein, die sich damit identifizieren möchten.

Aber ganz unabhängig davon möchte ich gezielt zum Gespräch, zu Kooperation und Austausch einladen.

Nicht immer sind wir zeitlich frei für Kunden mit eiligen Bedürfnissen. Manchmal passt ein bestimmtes Spektrum viel besser zu einem anderen Kollegen oder unsereins plant mit Projekten, die sich wunderbar kombinieren lassen. Daher lade ich Euch alle ganz herzlich ein, Euch bei mir zu melden. Ähnlich meiner damaligen Businessladies in Mühldorf, kann ich mir auch im Chiemgau einen regelmäßigen Kollegenstammtisch vorstellen.

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Tanja ist die Gründerin von Seele auf Kurs. Sie erlebte viele Jahre lang die Hürden der Selbständigkeit und Deutschen Bürokratie (hohe Steuernachzahlungen wegen Liebhaberei, Arbeitsplatzablehnungen aufgrund starrer Titelvorgaben vermeintlich sozialer Träger und unüberwindbare Vorurteile in den Herzen der Menschen gegenüber Nichtstudierten und überhaupt anders Denkenden). Mit den Jahren erkannte sie, dass zwei füreinander geschaffene Menschengruppen aneinander vorbei liefen: 1. zahlreiche gut ausgebildete Coaches, die ebenso mit den Herausforderungen ihrer Existenz zu kämpfen hatten und 2. unzählige Menschen mit dem dringenden Bedarf nach Hilfe ohne den dazu erforderlichen Mitteln. Während die offiziellen Gesundheitskanäle an Überlastung schier platzten, schien man entwicklungsfreudige Menschen dennoch lieber sich selbst zu überlassen, anstatt die akademischen Tore für alternative Menschenbegleiter zu öffnen. Immer wieder rätselte sie darüber, wie man diese beiden Seiten zueinander führen und glücklich machen könne, entwickelte und verwarf Ideen, produzierte Flyer, sammelte Reaktionen und folgte diversen Achterbahnen ihres eigenen Lebens. Im Jahre '22 las Tanja bei Wikipedia die Definition der High Potentials, die dort unverblümt als akademisch beschrieben wurden. Ihr fiel wie Schuppen von den Augen, dass diese Bezeichnung nicht den evolutionär gut verteilten Fähigkeiten aller Menschen entsprang, sondern einer rein elitären Bewertung. "Demnach sind wir also die Low Potentials oder wie?!" In diesem Moment wurde ihr endgültig klar, dass sie angetreten war, die Welt zu verändern.